Pastinaken gehören zu den klassischen Wintergemüsen, die nach langer Zeit im Schatten von Kartoffeln und Möhren wieder deutlich häufiger auf dem Teller landen. Die cremefarbenen Wurzeln schmecken mild, leicht süßlich und etwas nussig. Dadurch passen sie sowohl zu herzhaften Suppen und Ofengerichten als auch zu Püree, Rohkost und sogar Babybrei.
Besonders praktisch ist ihre Vielseitigkeit. Pastinaken lassen sich kochen, dünsten, braten, backen oder roh essen. Außerdem müssen junge, unbeschädigte Exemplare nicht unbedingt geschält werden. Wer sie gründlich wäscht und abbürstet, kann die dünne Schale häufig mitverwenden. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt ebenfalls, die Schale nicht grundsätzlich zu entfernen.
Auch ernährungsphysiologisch sind Pastinaken interessant. Nach Angaben des deutschen Bundeslebensmittelschlüssels liefern 100 Gramm rohe Pastinake etwa 59 Kilokalorien, knapp 10 Gramm verfügbare Kohlenhydrate, Kalium, Folat und Vitamin C.
Dieser Ratgeber erklärt, wie gesund Pastinaken sind, wie man sie zubereitet, ob man sie roh essen kann, wann sie Saison haben und worin sie sich von Petersilienwurzel und Möhren unterscheiden.
Pastinaken im Steckbrief
| Merkmal | Pastinake |
| Botanischer Name | Pastinaca sativa |
| Pflanzenfamilie | Doldenblütler |
| Gemüseart | Wurzelgemüse |
| Farbe | Cremeweiß bis gelblich |
| Geschmack | Mild, süßlich, würzig, leicht nussig |
| Hauptsaison | Etwa Oktober bis März |
| Kalorien | Rund 59 kcal pro 100 g roh |
| Verwendung | Suppe, Püree, Ofengemüse, Eintopf, Rohkost |
| Roh essbar? | Ja |
| Schälen notwendig? | Nicht grundsätzlich |
| Lagerung | Kühlschrank, etwa bis zu zwei Wochen |
| Verwandt mit | Möhre, Sellerie, Petersilie, Petersilienwurzel |
Was sind Pastinaken?
Die Pastinake ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler. Botanisch heißt sie Pastinaca sativa. Ihre kräftige Wurzel ähnelt einer Mischung aus einer weißen Möhre und einer Petersilienwurzel.
Dabei handelt es sich keineswegs um eine moderne Gemüsezüchtung. Pastinaken wurden in Europa schon lange genutzt und spielten früher eine wesentlich größere Rolle in der Ernährung. Erst nachdem sich die Kartoffel verbreitete, verlor das Wurzelgemüse zunehmend an Bedeutung.
Inzwischen erlebt die Pastinake jedoch ein Comeback. Vor allem im Herbst und Winter findet man sie wieder häufiger auf Wochenmärkten sowie in Supermärkten und Bioläden.
Das Bundeszentrum für Ernährung bezeichnet Pastinaken als heimisches Wintergemüse und nennt Oktober bis März als typische Saison.
Wie schmecken Pastinaken?
Der Geschmack von Pastinaken ist charakteristisch, aber normalerweise nicht aufdringlich. Er lässt sich am ehesten als Kombination aus
- süß,
- leicht nussig,
- würzig
- und etwas erdig
beschreiben.
Beim Kochen und besonders beim Rösten im Backofen tritt die natürliche Süße stärker hervor.
Dadurch passen Pastinaken beispielsweise hervorragend zu Kartoffeln, Möhren, Kürbis, Sellerie, Zwiebeln und Lauch. Gewürze wie Muskat, Thymian, Rosmarin, Curry oder Kreuzkümmel ergänzen das Aroma ebenfalls gut.
Wer den Geschmack zum ersten Mal ausprobiert, kann Pastinaken zunächst mit Kartoffeln kombinieren. Ein Kartoffel-Pastinaken-Püree schmeckt beispielsweise deutlich milder als ein Püree ausschließlich aus Pastinaken.
Sind Pastinaken gesund?
Pastinaken können problemlos Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Sie liefern Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.
Das Bundeszentrum für Ernährung hebt unter anderem Ballaststoffe, Calcium, verschiedene B-Vitamine und Vitamin C hervor.
Besonders erwähnenswert ist außerdem der Kaliumgehalt. Im aktuellen deutschen Bundeslebensmittelschlüssel werden für 100 Gramm rohe Pastinake rund 594 Milligramm Kalium angegeben.
Dabei sollte man einzelne Lebensmittel jedoch nicht mit übertriebenen Gesundheitsversprechen verbinden. Pastinaken verhindern oder heilen keine Krankheiten. Ihr Vorteil liegt vielmehr darin, dass sie eine abwechslungsreiche Gemüseauswahl ermöglichen und mehrere wichtige Nährstoffe liefern.
Pastinaken und Ballaststoffe
Ballaststoffe gehören zu den Bestandteilen pflanzlicher Lebensmittel, die eine normale Verdauung unterstützen und zu einer abwechslungsreichen Ernährung gehören.
Wie hoch der genaue Ballaststoffgehalt einer Pastinake angegeben wird, hängt allerdings von Datenbank und Berechnungsmethode ab. Im deutschen Bundeslebensmittelschlüssel sind rund 2,1 Gramm pro 100 Gramm hinterlegt.
Datenbanken anderer Länder können teilweise höhere Werte ausweisen. Deshalb findet man online unterschiedliche Angaben.
Kalium
Pastinaken liefern vergleichsweise viel Kalium. Der Mineralstoff spielt unter anderem bei der normalen Funktion von Muskeln und Nervensystem sowie bei der Regulierung des Blutdrucks eine Rolle.
100 Gramm rohe Pastinake enthalten laut Bundeslebensmittelschlüssel rund 594 Milligramm Kalium.
Menschen, die aufgrund einer Nierenerkrankung ausdrücklich kaliumarm essen müssen, sollten ihre individuelle Ernährung allerdings mit ihrem behandelnden Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen.
Vitamin C
Der deutsche Bundeslebensmittelschlüssel weist für rohe Pastinaken etwa 18 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm aus.
Da Vitamin C empfindlich gegenüber Hitze und langen Garzeiten ist, kann der Gehalt beim Kochen sinken. Schonendes Dünsten oder die Verwendung als Rohkost kann daher sinnvoll sein.
Folat
Außerdem enthalten Pastinaken Folat. Im Bundeslebensmittelschlüssel werden rund 59 Mikrogramm Folat pro 100 Gramm angegeben.
Folat wird unter anderem für Zellteilungsprozesse benötigt und spielt deshalb besonders während der Schwangerschaft eine wichtige Rolle.
Pastinaken: Nährwerte pro 100 Gramm
Für 100 Gramm rohe Pastinake nennt der deutsche Bundeslebensmittelschlüssel unter anderem folgende Werte:
| Nährstoff | Menge pro 100 g |
| Energie | ca. 59 kcal |
| Wasser | 80,2 g |
| Eiweiß | ca. 2,7 g |
| Fett | ca. 0,4 g |
| verfügbare Kohlenhydrate | ca. 9,7 g |
| Ballaststoffe | ca. 2,1 g |
| Vitamin C | ca. 18 mg |
| Folat | ca. 59 µg |
| Kalium | ca. 594 mg |
| Calcium | ca. 46 mg |
| Magnesium | ca. 32 mg |
| Phosphor | ca. 82 mg |
Die Angaben beziehen sich auf rohe Pastinaken und können je nach Sorte, Anbau, Lagerung und Zubereitung etwas schwanken.
Pastinaken zubereiten: So geht es richtig
Die Zubereitung von Pastinaken ist unkompliziert.
Zunächst werden die Wurzeln gründlich gewaschen. Anhaftende Erde lässt sich mit einer Gemüsebürste entfernen. Anschließend schneidet man den oberen Blattansatz und die dünne Wurzelspitze ab.
Danach können Pastinaken je nach Gericht
- geraspelt,
- gewürfelt,
- in Scheiben geschnitten,
- in Stifte geteilt
- oder längs geviertelt
werden.
Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt ebenfalls, Pastinaken zunächst gründlich zu putzen und anschließend entsprechend dem jeweiligen Rezept zu schneiden.
Muss man Pastinaken schälen?
Pastinaken müssen nicht grundsätzlich geschält werden.
Bei jungen, frischen Wurzeln reicht es normalerweise aus, sie gründlich zu waschen und mit einer Gemüsebürste zu reinigen.
Auch das Bundeszentrum für Ernährung weist darauf hin, dass Schälen nicht unbedingt notwendig ist.
Bei größeren oder älteren Pastinaken kann die äußere Schicht allerdings etwas fester werden. Dann bietet es sich an, sie dünn mit einem Sparschäler zu entfernen.
Dunkle oder beschädigte Stellen sollte man ebenfalls herausschneiden.
Kann man Pastinaken roh essen?
Ja. Pastinaken können roh gegessen werden.
Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt beispielsweise fein geriebene Pastinaken zusammen mit Möhren als Rohkost.
Besonders gut eignen sich kleine und frische Wurzeln, da sie meist zarter sind.
Für einen einfachen Pastinakensalat können fein geraspelte Pastinaken beispielsweise mit
- Apfel,
- Möhre,
- Zitronensaft,
- Joghurt,
- etwas Pflanzenöl
- und frischen Kräutern
kombiniert werden.
Durch Zitronensaft wird gleichzeitig verhindert, dass angeschnittene Pastinaken schnell dunkel werden.
Pastinaken kochen
Für gekochte Pastinaken schneidet man das Gemüse am besten in gleich große Stücke.
Anschließend können die Stücke je nach Größe ungefähr 10 bis 20 Minuten in Wasser oder Gemüsebrühe garen, bis sie weich sind.
Noch aromatischer werden sie häufig, wenn sie nicht in viel Wasser gekocht, sondern mit wenig Flüssigkeit gedünstet werden.
Das BZfE nennt Dünsten mit etwas Pflanzenöl und Gemüsebrühe ausdrücklich als eine mögliche Zubereitungsart.
Pastinaken im Backofen
Eine der einfachsten und geschmackvollsten Methoden ist die Zubereitung als Ofen-Pastinaken.
Dafür:
- Pastinaken waschen und eventuell schälen.
- In gleichmäßige Stifte oder Spalten schneiden.
- Mit etwas Pflanzenöl vermengen.
- Mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen.
- Auf einem Backblech verteilen.
- Bei ungefähr 200 °C backen, bis die Stücke weich und leicht gebräunt sind.
Je nach Dicke dauert das meistens etwa 25 bis 35 Minuten.
Sehr gut passen dazu Möhren, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Rote Bete oder Kürbis.
Pastinaken-Püree
Ein Pastinakenpüree eignet sich als Alternative oder Ergänzung zu klassischem Kartoffelpüree.
Dafür werden Pastinaken in Stücke geschnitten, weich gekocht und anschließend mit etwas Milch oder Pflanzendrink sowie Butter oder Pflanzenöl püriert.
Da reine Pastinaken recht süß schmecken können, ist eine Mischung aus
50 Prozent Kartoffeln und 50 Prozent Pastinaken
für viele Menschen besonders angenehm.
Mit Muskat, Salz und etwas Pfeffer abschmecken.
Pastinakensuppe
Auch für Suppen eignen sich Pastinaken hervorragend.
Eine einfache Kombination besteht aus:
- Pastinaken
- Kartoffeln
- Zwiebel
- Gemüsebrühe
- etwas Öl
- Pfeffer
- Muskat oder Curry
Zwiebel und Gemüse werden kurz angeschwitzt, mit Gemüsebrühe aufgegossen und ungefähr 20 Minuten weich gekocht. Anschließend wird alles püriert.
Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt ebenfalls eine Kombination aus Kartoffeln und Pastinaken für eine cremige Suppe.
Pastinaken-Pommes
Pastinaken lassen sich ähnlich wie Kartoffeln in längliche Stifte schneiden und im Backofen rösten.
Allerdings sollte man nicht erwarten, dass sie exakt wie klassische Pommes schmecken. Pastinaken enthalten andere Kohlenhydratstrukturen und besitzen eine deutlich stärkere natürliche Süße.
Gerade diese karamellisierte Süße macht Pastinaken-Pommes jedoch interessant.
Rosmarin, Thymian, Paprika oder Knoblauch passen besonders gut dazu.
Welche Rezepte kann man mit Pastinaken machen?
Das Wintergemüse eignet sich für deutlich mehr Gerichte als nur Suppen.
Beliebte Pastinaken-Rezepte sind beispielsweise:
| Gericht | Zubereitung |
| Pastinakensuppe | gekocht und püriert |
| Kartoffel-Pastinaken-Püree | weich gekocht und gestampft |
| Ofen-Pastinaken | geröstet |
| Pastinaken-Pommes | in Stiften gebacken |
| Gemüse-Eintopf | gewürfelt und mitgekocht |
| Pastinaken-Curry | mit Kokosmilch und Gewürzen |
| Rohkostsalat | fein gerieben |
| Pastinaken-Gratin | in Scheiben gebacken |
| Gemüsechips | sehr dünn geschnitten und gebacken |
| Babybrei | weich gegart und fein püriert |
Außerdem lassen sich Pastinaken gut mit Hülsenfrüchten, Fleisch, Fisch und anderem Wurzelgemüse kombinieren.
Pastinaken für Babys
Wegen ihres milden und leicht süßlichen Geschmacks werden Pastinaken häufig für Gemüsebrei verwendet.
Dafür wird die Wurzel gewaschen, gegebenenfalls geschält, weich gegart und anschließend sehr fein püriert.
Wann ein Baby mit Beikost beginnen sollte, hängt allerdings von seiner individuellen Entwicklung ab. Die Pastinake selbst ersetzt daher keine allgemeinen Empfehlungen zur Einführung von Beikost.
Pastinaken oder Petersilienwurzel: Was ist der Unterschied?
Pastinaken und Petersilienwurzel werden besonders häufig miteinander verwechselt. Beide sind hell, länglich und gehören zur Familie der Doldenblütler.
Es gibt jedoch einige Unterschiede.
| Pastinake | Petersilienwurzel |
| meist größer und kräftiger | häufig schmaler |
| eher süßlich und nussig | stärker nach Petersilie |
| Blattansatz meist etwas eingesunken | Blattansatz wirkt eher herausgewölbt |
| gut für Püree und Ofengemüse | häufig für Suppen und Brühen |
Das Bundeszentrum für Ernährung nennt vor allem den vertieften Blattansatz als typisches Erkennungsmerkmal der Pastinake und weist darauf hin, dass Pastinaken meist größer als Petersilienwurzeln sind.
Ein weiterer guter Hinweis ist der Geruch. Petersilienwurzel besitzt ein deutlich intensiveres Petersilienaroma.
Pastinake oder Möhre?
Auch Möhren und Pastinaken sind botanisch miteinander verwandt, schmecken aber deutlich unterschiedlich.
Möhren besitzen meist ein frischeres und teilweise fruchtigeres Aroma. Pastinaken wirken dagegen würziger und stärker erdig-nussig.
Außerdem sind Pastinaken typischerweise cremeweiß statt orange.
Beide Gemüse können jedoch problemlos gemeinsam verwendet werden. Besonders gut funktioniert die Kombination in Suppen, Eintöpfen, Ofengemüse und Rohkost.
Wann haben Pastinaken Saison?
Die Hauptsaison für Pastinaken liegt im Herbst und Winter.
Das Bundeszentrum für Ernährung nennt Oktober bis März als typische Saison und weist darauf hin, dass in dieser Zeit größere Mengen unter anderem aus Deutschland verfügbar sind.
Auch Saisonkalender der Verbraucherzentralen führen Pastinaken im Herbst und Winter beziehungsweise später als Lagergemüse auf.
Damit eignen sich Pastinaken besonders gut für eine saisonale Winterküche.
Werden Pastinaken nach Frost süßer?
Wie bei verschiedenen anderen Wurzel- und Kohlgemüsen kann Kälte den Geschmack beeinflussen. Deshalb gelten spät geerntete Pastinaken häufig als besonders aromatisch und süßlich.
Für den Einkauf ist Frost allerdings kein Qualitätskriterium. Entscheidend sind vielmehr feste, frische Wurzeln ohne größere weiche oder faulige Stellen.
Pastinaken kaufen: Darauf sollte man achten
Frische Pastinaken sollten
- fest,
- trocken,
- möglichst glatt
- und frei von weichen oder faulen Stellen
sein.
Kleinere Exemplare sind häufig besonders zart. Auch das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt beim Einkauf eher kleine, feste Pastinaken.
Sehr große Exemplare können dagegen gelegentlich einen härteren oder faserigeren Kern besitzen.
Sind noch Blätter vorhanden, sollten diese möglichst frisch aussehen.
Pastinaken richtig lagern
Frische Pastinaken gehören ins Gemüsefach des Kühlschranks.
Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung halten sie sich dort bis zu zwei Wochen. Das Laub sollte vorher entfernt werden. Das BZfE empfiehlt außerdem, die Wurzeln in ein feuchtes Küchentuch einzuwickeln.
Vor der Lagerung sollte man Pastinaken möglichst nicht unnötig stark waschen, wenn sie erst einige Tage später verwendet werden sollen.
Geschnittene Pastinaken dagegen sollten gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst schnell verarbeitet werden.
Kann man Pastinaken einfrieren?
Ja, Pastinaken lassen sich einfrieren.
Dafür kann man sie:
- waschen,
- bei Bedarf schälen,
- in Würfel oder Scheiben schneiden,
- kurz blanchieren,
- in Eiswasser abschrecken,
- gut trocknen
- und portionsweise einfrieren.
Für Suppen oder Eintöpfe können die gefrorenen Stücke später häufig direkt weiterverarbeitet werden.
Auch bereits gekochtes Pastinakenpüree lässt sich portionsweise einfrieren.
Sind Pastinaken besser als Kartoffeln?
Nicht unbedingt. Pastinaken und Kartoffeln haben unterschiedliche Eigenschaften und müssen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Pastinaken besitzen ein deutlich würzigeres, süßlicheres Aroma und bringen andere Mikronährstoffe in die Ernährung. Kartoffeln sind dagegen geschmacklich neutraler und in vielen Gerichten einfacher einzusetzen.
Eine besonders gute Lösung besteht deshalb darin, beide Gemüse miteinander zu kombinieren.
Kartoffel-Pastinaken-Püree, Suppen und Ofengemüse profitieren beispielsweise von dieser Mischung.
Gibt es Nebenwirkungen bei Pastinaken?
Für die meisten Menschen sind Pastinaken in normalen Mengen ein gewöhnliches Lebensmittel.
Allerdings gehören sie wie Sellerie und Petersilie zu den Pflanzen, die Furocumarine enthalten können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass bestimmte Furocumarine zusammen mit UV-A-Strahlung phototoxische Wirkungen hervorrufen können.
Praktisch relevant ist das vor allem beim intensiven Umgang mit Pflanzensäften und Pflanzenteilen sowie gleichzeitig starker Sonneneinstrahlung. Beim normalen Schälen, Kochen und Essen handelsüblicher Pastinaken besteht für die meisten Verbraucher kein Anlass, das Gemüse grundsätzlich zu meiden.
Menschen mit bekannten Allergien gegen andere Doldenblütler sollten bei ungewöhnlichen Beschwerden ebenfalls vorsichtig sein.
Warum sind Pastinaken eine gute Wahl im Winter?
Pastinaken verbinden mehrere Vorteile miteinander.
Sie sind
- regional erhältlich,
- lagerfähig,
- vielseitig verwendbar,
- vergleichsweise preiswert,
- für süße und herzhafte Kombinationen geeignet
- und liefern verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.
Das Bundeszentrum für Ernährung bezeichnet sie zudem als klimafreundliches deutsches Wintergemüse.
Vor allem zwischen Herbst und Frühjahr können Pastinaken daher Abwechslung auf den Speiseplan bringen, wenn viele typische Sommergemüse gerade keine regionale Saison haben.
FAQ zu Pastinaken
Ja. Pastinaken liefern unter anderem Ballaststoffe, Kalium, Folat und Vitamin C und können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Sie sind allerdings kein Heilmittel und sollten wie anderes Gemüse abwechslungsreich kombiniert werden.
Ja. Pastinaken können roh gegessen werden. Besonders gut eignen sich kleine, frische Exemplare. Fein gerieben passen sie beispielsweise zu Möhren, Äpfeln oder Salaten.
Nein. Junge Pastinaken können nach gründlichem Waschen und Abbürsten mitsamt der Schale verwendet werden. Bei älteren oder sehr großen Exemplaren kann Schälen sinnvoll sein.
In Stücke geschnittene Pastinaken benötigen meist etwa 10 bis 20 Minuten, bis sie weich sind. Die genaue Garzeit hängt von der Größe der Stücke ab.
Pastinaken schmecken mild, leicht süßlich, würzig und nussig. Durch Rösten oder Backen tritt ihre natürliche Süße besonders deutlich hervor.
Pastinaken sind meist größer und schmecken süßlicher. Petersilienwurzeln besitzen dagegen ein ausgeprägtes Petersilienaroma. Bei der Pastinake liegt der Blattansatz typischerweise in einer kleinen Vertiefung.
Die typische Pastinaken-Saison reicht von Oktober bis März. Darüber hinaus können sie teilweise als Lagerware erhältlich sein.
Der deutsche Bundeslebensmittelschlüssel gibt für 100 Gramm rohe Pastinake rund 59 kcal an.
Ja. Am besten werden Pastinaken gewaschen, geschnitten, kurz blanchiert und anschließend portionsweise eingefroren. Auch gekochtes Pastinakenpüree eignet sich zum Einfrieren.
Ja. Wegen ihres milden und leicht süßlichen Geschmacks lassen sich weich gegarte Pastinaken gut pürieren. Wann Beikost eingeführt wird, sollte sich jedoch nach der individuellen Entwicklung des Kindes und den entsprechenden Ernährungsempfehlungen richten.
Besonders gut passen Kartoffeln, Möhren, Kürbis, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Äpfel. Als Gewürze eignen sich unter anderem Muskat, Curry, Thymian, Rosmarin, Petersilie und Pfeffer.
Fazit: Pastinaken sind vielseitiger, als viele denken
Pastinaken sind ein unkompliziertes und vielseitiges Wintergemüse. Ihr süßlich-würziger Geschmack funktioniert sowohl in klassischen Suppen als auch als Püree, Rohkost, Ofengemüse oder Gemüse-Pommes.
Gleichzeitig liefern sie unter anderem Kalium, Folat und Vitamin C. 100 Gramm rohe Pastinake enthalten nach dem deutschen Bundeslebensmittelschlüssel etwa 59 Kilokalorien und rund 594 Milligramm Kalium.
Besonders praktisch: Frische junge Pastinaken müssen nicht zwingend geschält werden und lassen sich sogar roh essen. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich bei richtiger Lagerung bis zu etwa zwei Wochen.
Wer bisher hauptsächlich Kartoffeln und Möhren verwendet, kann Pastinaken deshalb problemlos als zusätzliche Sorte Wurzelgemüse ausprobieren. Gerade in der Herbst- und Winterküche bieten sie eine einfache Möglichkeit, Suppen, Eintöpfe, Pürees und Ofengerichte abwechslungsreicher zu machen.
