Bridget Jones gehört zu den bekanntesten Figuren der romantischen Komödie. Was Mitte der 1990er-Jahre als Zeitungskolumne der britischen Autorin Helen Fielding begann, entwickelte sich zunächst zu einer erfolgreichen Buchreihe und anschließend zu einem internationalen Kino-Franchise mit Renée Zellweger in der Hauptrolle.
Seit dem ersten Film „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ aus dem Jahr 2001 begleiten Zuschauer Bridget durch berufliches Chaos, peinliche Situationen, Freundschaften und vor allem ihr kompliziertes Liebesleben. Im Mittelpunkt standen lange der zurückhaltende Anwalt Mark Darcy, gespielt von Colin Firth, und der charmante Frauenheld Daniel Cleaver, gespielt von Hugh Grant.
2025 kehrte Bridget nach fast neun Jahren Pause mit „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ zurück. Der vierte Film verändert die Geschichte jedoch grundlegend: Bridget ist inzwischen verwitwet, zieht ihre beiden Kinder allein groß und muss nach dem Tod von Mark lernen, ihr Leben neu aufzubauen. Gleichzeitig kehrt auch Daniel Cleaver zurück. Stand August 2026 gibt es vier Bridget-Jones-Filme; ein fünfter Teil wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
Bridget Jones im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Name | Bridget Jones |
| Erfinderin | Helen Fielding |
| Erste Veröffentlichung | Zeitungskolumne 1995 |
| Erstes Buch | „Bridget Jones’s Diary“ (1996) |
| Schauspielerin | Renée Zellweger |
| Wohnort | London |
| Beruf | zunächst Verlagsmitarbeiterin, später auch TV-Produzentin |
| Große Liebe | Mark Darcy |
| Ex-Liebhaber | Daniel Cleaver |
| Kinder | Billy und Mabel |
| Anzahl der Filme | 4 |
| Erster Film | „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ (2001) |
| Aktuellster Film | „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ (2025) |
| Autorin der Bücher | Helen Fielding |
| Filmgenre | Romantische Komödie / Comedy-Drama |
Wer ist Bridget Jones?
Bridget Jones ist eine fiktive britische Figur, die von Helen Fielding entwickelt wurde. Ihren Ursprung hat sie nicht im Kino, sondern in einer Zeitungskolumne.
Fielding schrieb Bridget ursprünglich für die britische Zeitung The Independent. Die ersten Kolumnen erschienen 1995. Aus der Idee entstand schließlich der 1996 veröffentlichte Roman „Bridget Jones’s Diary“. Die Handlung orientierte sich teilweise an Jane Austens Klassiker „Pride and Prejudice“.
Bridgets Markenzeichen war von Anfang an ihre schonungslose Selbstbeobachtung. Sie führte Buch über Gewicht, Zigaretten, Alkohol, Karriere, Männer und ihre vermeintlichen persönlichen Fehler.
Gleichzeitig unterschied sie sich von vielen klassischen romantischen Filmfiguren. Bridget war nicht perfekt, nicht besonders souverän und traf regelmäßig schlechte Entscheidungen. Gerade dadurch konnten sich viele Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihr identifizieren.
Wer spielt Bridget Jones?
Seit 2001 wird Bridget Jones von Renée Zellweger gespielt. Die US-amerikanische Schauspielerin übernahm die Rolle in allen vier Filmen.
Die Besetzung sorgte zunächst für Diskussionen, weil Zellweger Amerikanerin ist und eine sehr britische Figur spielen sollte. Der Erfolg des ersten Films änderte die Wahrnehmung jedoch schnell.
Ihre Darstellung brachte Zellweger sogar eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. Bei der Oscarverleihung 2002 war „Bridget Jones’s Diary“ damit in dieser Kategorie vertreten.
Über mehr als zwei Jahrzehnte entwickelte Zellweger Bridget anschließend weiter: von der unsicheren Singlefrau über Ehe und Mutterschaft bis zur verwitweten Mutter, die versucht, nach einem schweren Verlust wieder ins Leben zurückzufinden.
Bridget Jones Filme: Die richtige Reihenfolge
Wer die Geschichte vollständig verfolgen möchte, sollte die Bridget-Jones-Filme in ihrer Veröffentlichungsreihenfolge ansehen.
| Nr. | Film | Jahr |
| 1 | Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück | 2001 |
| 2 | Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns | 2004 |
| 3 | Bridget Jones’ Baby | 2016 |
| 4 | Bridget Jones – Verrückt nach ihm | 2025 |
Peacock bestätigt, dass „Mad About the Boy“ der vierte Film der Reihe ist.
1. Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück
Im ersten Film beschließt die 32-jährige Bridget, ihr Leben zu verändern und ein Tagebuch zu führen.
Gleichzeitig befindet sie sich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern. Da ist zunächst ihr attraktiver Chef Daniel Cleaver, der jedoch alles andere als zuverlässig ist. Auf der anderen Seite steht Mark Darcy, den Bridget anfangs für langweilig und arrogant hält.
Nach zahlreichen Missverständnissen erkennt sie jedoch, dass Mark sie tatsächlich so akzeptiert, wie sie ist.
Der Film wurde 2001 zu einem großen Erfolg und machte Renée Zellweger endgültig zu einem internationalen Star.
2. Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns
2004 folgte „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“.
Bridget und Mark sind inzwischen ein Paar. Trotzdem sorgen Eifersucht, Unsicherheit und Missverständnisse erneut für Probleme. Außerdem taucht Daniel Cleaver wieder auf und bringt zusätzliches Chaos in Bridgets Leben.
Der zweite Film setzt daher stark auf das bekannte Dreieck aus Bridget, Mark und Daniel.
3. Bridget Jones’ Baby
Danach mussten Fans lange auf eine Fortsetzung warten. Erst 2016 kam „Bridget Jones’ Baby“ ins Kino.
Bridget ist erneut Single und arbeitet erfolgreich im Fernsehen. Nach zwei Begegnungen innerhalb kurzer Zeit stellt sie fest, dass sie schwanger ist. Allerdings weiß sie zunächst nicht, ob Mark Darcy oder der Amerikaner Jack Qwant, gespielt von Patrick Dempsey, der Vater ist.
Am Ende stellt sich heraus: Mark Darcy ist der Vater.
Bridget und Mark heiraten schließlich und scheinen damit ihr lang erwartetes Happy End gefunden zu haben. Der Film wurde erneut von Sharon Maguire inszeniert; zum Ensemble gehörten unter anderem Renée Zellweger, Colin Firth, Patrick Dempsey und Emma Thompson.
Bridget Jones – Verrückt nach ihm: Was passiert im vierten Film?
Mit „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ („Bridget Jones: Mad About the Boy“) kehrte die Reihe 2025 zurück.
Allerdings beginnt der Film mit einer überraschend ernsten Ausgangslage.
Bridget ist inzwischen Witwe. Mark Darcy starb vier Jahre zuvor während eines humanitären Einsatzes im Sudan. Bridget lebt deshalb allein mit ihren beiden Kindern Billy und Mabel und befindet sich noch immer mitten in ihrer Trauer.
Billy ist zu Beginn des Films neun Jahre alt, Mabel vier.
Freunde und Familie ermutigen Bridget schließlich dazu, wieder stärker am Leben teilzunehmen. Sie kehrt in den Beruf zurück und wagt sich außerdem an Dating-Apps.
Dabei begegnet sie dem deutlich jüngeren Roxster, gespielt von Leo Woodall. Gleichzeitig lernt sie Billys Naturwissenschaftslehrer Mr. Walliker besser kennen, den Chiwetel Ejiofor spielt.
Der vierte Film handelt deshalb nicht nur von einer neuen Liebesgeschichte. Vielmehr stehen Trauer, Elternschaft, Verlust und ein Neuanfang im Mittelpunkt.
Ist Mark Darcy in Bridget Jones 4 wirklich tot?
Ja. Mark Darcy ist in „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ bereits gestorben.
Der von Colin Firth gespielte Anwalt kommt zwar weiterhin im Film vor, allerdings hauptsächlich über Bridgets Erinnerungen und emotionale Vorstellungen.
Nach offiziellen Angaben starb Mark vier Jahre vor der eigentlichen Handlung während eines humanitären Einsatzes im Sudan.
Die Entscheidung stammt bereits aus Helen Fieldings Roman „Bridget Jones: Mad About the Boy“ von 2013.
Damit verändert sich das zentrale Thema der Reihe. Während Bridget früher vor allem herausfinden musste, mit wem sie zusammen sein möchte, geht es nun darum, wie sie nach dem Verlust des Menschen, mit dem sie ihr Leben verbringen wollte, überhaupt weitermachen kann.
Was passiert mit Daniel Cleaver?
Daniel Cleaver kehrt im vierten Bridget-Jones-Film zurück.
Hugh Grant hatte im dritten Film „Bridget Jones’ Baby“ nicht mitgespielt. In „Verrückt nach ihm“ ist Daniel jedoch wieder ein wichtiger Teil von Bridgets Leben.
Überraschenderweise funktioniert ihre Beziehung inzwischen anders. Daniel ist nicht mehr einfach nur der frühere Liebhaber, der Chaos verursacht. Er gehört zu Bridgets erweitertem Freundeskreis und hilft ihr sogar mit ihren Kindern.
Damit bekommt eine Figur, die in den ersten Filmen hauptsächlich als egoistischer Frauenheld dargestellt wurde, eine deutlich reifere Seite.
Mit wem ist Bridget Jones am Ende zusammen?
Achtung: Ab hier folgen Spoiler zum Ende von „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“.
Bridget beginnt zunächst eine Beziehung mit dem jüngeren Roxster. Die beiden fühlen sich stark zueinander hingezogen, allerdings stellt sich zunehmend die Frage, ob ihre Lebenssituationen wirklich zusammenpassen.
Parallel entwickelt sich ihre Beziehung zu Mr. Walliker weiter.
Schließlich erkennt Bridget, dass zwischen ihr und dem Lehrer mehr steckt. Am Ende finden Bridget und Mr. Walliker zueinander.
Damit ersetzt Walliker Mark Darcy nicht einfach. Vielmehr zeigt das Ende, dass Bridget ihren verstorbenen Mann weiterhin lieben und gleichzeitig einen neuen Abschnitt ihres Lebens beginnen kann.
Warum ist Bridget Jones bis heute so erfolgreich?
Der Erfolg der Reihe hängt vor allem mit Bridgets Unvollkommenheit zusammen.
Sie versucht ständig, eine bessere Version ihrer selbst zu werden, scheitert dabei jedoch regelmäßig. Gleichzeitig gibt sie nicht auf. Genau diese Mischung aus Unsicherheit, Humor und Optimismus machte die Figur über Jahrzehnte hinweg ungewöhnlich nahbar.
Außerdem entwickelte sich Bridget gemeinsam mit ihrem Publikum weiter.
Im ersten Film ging es noch stark um:
- Singleleben
- Dating
- Gewicht und Aussehen
- Karriere
- gesellschaftlichen Druck
- die Suche nach dem richtigen Partner
Im vierten Film stehen dagegen andere Fragen im Mittelpunkt: Wie lebt man nach einem schweren Verlust weiter? Wie funktioniert Dating mit Kindern? Darf man sich nach dem Tod eines Partners neu verlieben? Und muss das Leben mit 50 noch so aussehen, wie andere es erwarten?
Dadurch blieb die Reihe ihrem Grundprinzip treu, ohne Bridget dauerhaft in der Welt des Jahres 2001 festzuhalten.
Wie erfolgreich war Bridget Jones – Verrückt nach ihm?
Auch nach der langen Pause fand der vierte Film ein großes Publikum.
In den USA erschien „Mad About the Boy“ am 13. Februar 2025 direkt bei Peacock, während Universal den Film international im Kino veröffentlichte. In Deutschland startete er am 27. Februar 2025.
International spielte der Film laut Box Office Mojo rund 140,4 Millionen US-Dollar im Kino ein. Allein aus Großbritannien kamen knapp 63 Millionen Dollar. In Deutschland erreichte der Film rund neun Millionen Dollar Kinoeinspiel.
Dabei hatte die Reihe bereits vor dem vierten Film enorme Erfolge erzielt: Universal zufolge hatten die ersten drei Bridget-Jones-Filmes zusammen weltweit mehr als 800 Millionen US-Dollar eingespielt.
Kommt Bridgets Jones 5?
Ein „Bridget Jones 5“ ist Stand August 2026 nicht offiziell bestätigt.
„Verrückt nach ihm“ wurde vielfach als abschließendes Kapitel vermarktet. Allerdings hält sich Helen Fielding selbst eine kleine Hintertür offen.
Auf die Frage, ob „Mad About the Boy“ wirklich das endgültige Ende sei, erklärte die Autorin 2025 sinngemäß, dass sie schon häufiger gedacht habe, eine Geschichte sei die letzte. Sie könne deshalb nicht sicher sagen, was später noch entstehen werde. Gleichzeitig betonte sie, dass sie eine weitere Bridget-Geschichte nur schreiben würde, wenn sie einen echten erzählerischen Grund dafür sieht.
Derzeit sollte man deshalb nicht davon ausgehen, dass ein fünfter Film bereits geplant ist. Ausgeschlossen ist eine weitere Rückkehr von Bridget Jones langfristig jedoch ebenfalls nicht.
FAQ zu Bridget Jones
Es gibt vier Bridget-Jones-Filme: „Schokolade zum Frühstück“ (2001), „Am Rande des Wahnsinns“ (2004), „Bridgets Jones’ Baby“ (2016) und „Verrückt nach ihm“ (2025).
Renée Zellweger spielt Bridgets Jones in allen vier Filmen. Für den ersten Film erhielt sie sogar eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.
Nein. Bridgets Jones ist eine fiktive Figur der britischen Schriftstellerin Helen Fielding. Sie erschien zunächst Mitte der 1990er-Jahre in Zeitungskolumnen und anschließend im Roman „Bridget Jones’s Diary“.
Ja. Mark Darcy ist vor der Handlung von „Verrückt nach ihm“ gestorben. Er kam während eines humanitären Einsatzes im Sudan ums Leben. Colin Firth erscheint dennoch in Erinnerungssequenzen.
Ja. Bridget hat zwei Kinder mit Mark Darcy: Billy und Mabel. Im vierten Film ist Billy neun und Mabel vier Jahre alt.
Ja. Hugh Grant kehrt 2025 als Daniel Cleaver zurück, nachdem er im dritten Film nicht mitgespielt hatte. Daniel gehört inzwischen sogar zu den Menschen, die Bridget bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützen.
Am Ende entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen Bridget und Mr. Walliker, dem Lehrer ihres Sohnes Billy. Er wird von Chiwetel Ejiofor gespielt.
Stand August 2026 gibt es keine offizielle Bestätigung für Bridgets Jones 5. Helen Fielding hat eine weitere Geschichte aber nicht vollständig ausgeschlossen.
Fazit
Bridget Jones hat sich von einer britischen Zeitungskolumne zu einer der bekanntesten Figuren der romantischen Komödie entwickelt. Einen großen Anteil daran hat Renée Zellweger, die Bridget seit 2001 in allen vier Filmen verkörpert.
Während die ersten Filme vor allem vom Liebesdreieck zwischen Bridget, Mark Darcy und Daniel Cleaver lebten, schlägt „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ einen emotionaleren Weg ein. Bridget muss den Tod ihres Mannes verarbeiten, ihre beiden Kinder großziehen und herausfinden, ob sie sich noch einmal auf eine neue Beziehung einlassen kann.
Gerade diese Entwicklung erklärt, weshalb die Figur auch mehr als 25 Jahre nach ihren ersten Zeitungskolumnen noch funktioniert. Bridget ist älter geworden, ihre Probleme haben sich verändert – ihr chaotischer Optimismus ist jedoch geblieben.
Stand August 2026 existieren vier Bridget-Jones-Filme. Ob Renée Zellweger irgendwann ein fünftes Mal zurückkehrt, ist offen.
