Bert Trautmann Ehepartner spielten in den unterschiedlichen Phasen seines außergewöhnlichen Lebens eine wichtige Rolle. Der legendäre Torwart von Manchester City war insgesamt dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau Margaret Friar lernte er nach dem Zweiten Weltkrieg in England kennen. Später folgten die Ehen mit Ursula von der Heyde und Marlis Trautmann.
Besonders bekannt wurde seine Beziehung zu Margaret durch den Spielfilm „Trautmann“, der ihre gemeinsame Geschichte allerdings teilweise dramatisiert. Hinter der romantischen Filmerzählung stand ein Familienleben, das von sportlichen Erfolgen, langen Trennungen und einem schweren persönlichen Verlust geprägt war.
Bert Trautmann Ehepartner im Überblick
| Ehepartnerin | Zeitraum der Ehe | Gemeinsame Kinder | Bedeutung |
| Margaret Friar | 1950–1972 | Drei Söhne | Erste Ehefrau und Mutter von John, Mark und Stephen |
| Ursula von der Heyde | 1970er-Jahre–1982 | Keine öffentlich bekannten gemeinsamen Kinder | Begleitete einen Teil seiner internationalen Trainerlaufbahn |
| Marlis Trautmann | Bis zu seinem Tod 2013 | Keine öffentlich bekannten gemeinsamen Kinder | Dritte und letzte Ehefrau; lebte mit ihm in Spanien |
Trautmann hinterließ außerdem eine Tochter aus einer früheren Beziehung. In Nachrufen wird sie als Freda bezeichnet, während andere deutschsprachige Darstellungen die Schreibweise Frieda verwenden.
Margaret Friar: Bert Trautmanns erste Ehefrau
Margaret Friar war die bekannteste Ehepartnerin von Bert Trautmann. Sie stammte aus St Helens in der englischen Grafschaft Lancashire. Ihr Vater Jack Friar war mit dem Fußballverein St Helens Town verbunden, für den Trautmann nach seiner Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft spielte.
Trautmann hatte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegen eine sofortige Rückkehr nach Deutschland entschieden. Er begann in England ein neues Leben, arbeitete zunächst in verschiedenen Berufen und machte sich gleichzeitig als talentierter Torhüter einen Namen. Manchester City bestätigt in seiner Vereinsbiografie, dass er kurze Zeit später eine Frau aus der Region heiratete.
Bert Trautmann und Margaret Friar heirateten 1950. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor:
- John Trautmann
- Mark Trautmann
- Stephen Trautmann
Margaret erlebte damit auch den wichtigsten Abschnitt seiner Karriere. Trautmann wechselte 1949 zu Manchester City und wurde trotz anfänglicher Proteste gegen den ehemaligen deutschen Soldaten zu einem der beliebtesten Spieler des Vereins.
Der Tod ihres Sohnes John
Die Familie erlitt 1956 einen besonders schweren Schicksalsschlag. Wenige Monate nach Trautmanns legendärem Auftritt im englischen Pokalfinale kam der fünfjährige Sohn John bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
Im FA-Cup-Finale vom 5. Mai 1956 hatte Trautmann trotz einer schweren Halsverletzung bis zum Ende weitergespielt und Manchester City zum 3:1-Sieg gegen Birmingham City verholfen. Erst später stellte sich heraus, dass er einen Halswirbelbruch erlitten hatte.
Der sportliche Triumph wurde somit schon kurze Zeit später vom Tod seines Kindes überschattet. Biografische Darstellungen führen die langfristige Belastung durch diesen Verlust als einen der Faktoren an, die zur Entfremdung des Ehepaares beitrugen.
Warum ließen sich Bert und Margaret Trautmann scheiden?
Die Ehe von Margaret und Bert Trautmann endete 1972 nach rund 22 Jahren. Die beiden sollen zuvor bereits zeitweise getrennt gelebt haben.
Neben dem nicht verarbeiteten Tod ihres Sohnes dürften auch Trautmanns berufliche Entscheidungen eine Rolle gespielt haben. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere arbeitete er als Trainer und Fußballentwicklungshelfer in verschiedenen Ländern. Damit war er über längere Zeit von seiner Familie getrennt.
Welche konkreten Ereignisse letztlich zur Scheidung führten, lässt sich anhand öffentlich zugänglicher Quellen nicht vollständig rekonstruieren. Vereinfachende Darstellungen, nach denen allein der Tod des Sohnes die Ehe zerstört habe, sollten deshalb mit Vorsicht betrachtet werden.
Wie wahr ist die Liebesgeschichte im Film „Trautmann“?
Die Beziehung zwischen Bert Trautmann und Margaret Friar bildet einen zentralen Bestandteil des 2018 veröffentlichten Films „Trautmann“, der international unter dem Titel „The Keeper“ erschien. Freya Mavor verkörpert Margaret, während David Kross die Rolle des Torhüters übernimmt.
Der Film erzählt, wie sich Margaret und der deutsche Kriegsgefangene langsam näherkommen. Dabei steht ihre Beziehung symbolisch für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Briten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Allerdings handelt es sich nicht um eine vollständig dokumentarische Wiedergabe. Mehrere Begegnungen, Konflikte und romantische Situationen wurden verändert oder für die Handlung verdichtet. Auch Trautmanns frühere Beziehung und die Geburt seiner Tochter werden im Film nicht in ihrer ganzen biografischen Bedeutung dargestellt.
Die grundlegenden Eckpunkte stimmen dennoch: Trautmann lernte Margaret im Umfeld von St Helens kennen, heiratete sie 1950 und gründete mit ihr eine Familie.
Ursula von der Heyde: Die zweite Ehepartnerin
Nach der Scheidung von Margaret ging Bert Trautmann eine zweite Ehe mit der Deutschen Ursula von der Heyde ein. In einigen Quellen wird sie auch mit dem Spitznamen „Uschi“ oder „Ushi“ erwähnt.
Die Beziehung fiel in eine Zeit, in der Trautmann beruflich viel unterwegs war. Nach seiner Karriere bei Manchester City übernahm er verschiedene Trainer- und Entwicklungsaufgaben. Unter anderem arbeitete er in Burma, Tansania, Liberia, Pakistan, dem Jemen und Malta.
Deutschsprachige biografische Darstellungen ordnen die Hochzeit mit Ursula in die Zeit nach 1972 ein. Die Ehe bestand bis 1982.
Über Ursula von der Heyde selbst ist nur wenig öffentlich bekannt. Sie stand nicht im Rampenlicht und gab offenbar keine umfangreichen Interviews über ihre Ehe. Daher wären ausführliche Aussagen über ihren Beruf, ihre Herkunft oder das genaue Kennenlernen spekulativ.
Auch gemeinsame Kinder aus dieser Ehe sind nicht öffentlich dokumentiert.
Marlis Trautmann: Seine dritte und letzte Ehefrau
Nach der Scheidung von Ursula heiratete Bert Trautmann ein drittes Mal. Seine letzte Ehefrau hieß Marlis Trautmann. Einzelne deutsche Meldungen verwendeten auch die Schreibweise „Marlies“, international wird sie jedoch überwiegend als Marlis genannt.
Das Paar lebte viele Jahre in Spanien. Ab den frühen 1990er-Jahren befand sich Trautmanns Lebensmittelpunkt in der Nähe von Valencia. Dort verbrachte er seinen Ruhestand, blieb aber weiterhin eng mit Manchester City und dem Fußball verbunden.
Marlis begleitete ihn bei öffentlichen Terminen und unterstützte sein Engagement für die deutsch-britische Verständigung. Trautmann nutzte seine Bekanntheit zunehmend, um Menschen aus beiden Ländern zusammenzubringen. Für diesen Einsatz wurde er 2004 zum Honorary Officer of the Order of the British Empire ernannt.
Als Bert Trautmann am 19. Juli 2013 im Alter von 89 Jahren in seinem spanischen Zuhause starb, war er weiterhin mit Marlis verheiratet. Der Nachruf des „Guardian“ bezeichnete sie ausdrücklich als seine dritte Ehefrau.
Hatte Bert Trautmann Kinder?
Bert Trautmann hatte insgesamt mindestens vier öffentlich bekannte Kinder.
Mit seiner ersten Ehefrau Margaret hatte er die drei Söhne John, Mark und Stephen. John starb 1956 im Alter von fünf Jahren bei einem Verkehrsunfall.
Darüber hinaus hatte Trautmann eine Tochter aus einer Beziehung, die bereits vor seiner Ehe mit Margaret bestanden hatte. Er lernte die Mutter während seiner Zeit als Kriegsgefangener in England kennen. Nach biografischen Berichten trennte er sich von ihr noch vor der Geburt des Kindes und hatte später über lange Zeit keinen engen Kontakt zu seiner Tochter.
Der „Guardian“ nannte in seinem Nachruf die Tochter Freda sowie die Söhne Stephen, Mark und John.
Berufliche Reisen belasteten sein Familienleben
Bert Trautmanns außergewöhnliche Karriere führte dazu, dass er nur selten ein gewöhnliches Familienleben führen konnte. Zunächst bestimmte der Profifußball seinen Alltag. Für Manchester City absolvierte er mehr als 500 Pflichtspiele und stand von 1949 bis 1964 im Tor.
Nach seiner aktiven Laufbahn folgten Trainerstellen und Entwicklungsprojekte auf mehreren Kontinenten. Besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren verbrachte er viel Zeit außerhalb Europas. Diese langen Abwesenheiten erschwerten dauerhafte Beziehungen und dürften auch seine zweite Ehe belastet haben.
Seine letzte Lebensphase mit Marlis verlief offenbar ruhiger. In Spanien fand er einen festen Wohnort, von dem aus er weiterhin England und Deutschland besuchte.
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Häufig gestellte Fragen zu Bert Trautmanns Ehepartnern
Bert Trautmann war dreimal verheiratet. Seine Ehefrauen waren Margaret Friar, Ursula von der Heyde und Marlis Trautmann.
Seine erste Ehefrau war die Engländerin Margaret Friar. Die beiden heirateten 1950 und ließen sich 1972 scheiden.
Trautmann hatte mindestens vier bekannte Kinder: die Söhne John, Mark und Stephen aus seiner Ehe mit Margaret sowie eine Tochter namens Freda beziehungsweise Frieda aus einer früheren Beziehung.
Sein ältester Sohn John starb 1956 im Alter von fünf Jahren bei einem Verkehrsunfall. Der Unfall ereignete sich wenige Monate nach Trautmanns berühmtem FA-Cup-Sieg mit Manchester City.
Seine dritte und letzte Ehefrau war Marlis Trautmann. Sie lebte mit ihm in Spanien und war bis zu seinem Tod 2013 mit ihm verheiratet.
Der Film beruht auf der realen Ehe zwischen Bert Trautmann und Margaret Friar. Einzelne Begegnungen und Konflikte wurden jedoch für die Handlung verändert oder dramatisiert.
Fazit: Bert Trautmann war dreimal verheiratet
Die Antwort auf die Frage nach Bert Trautmanns Ehepartnern lautet: Der ehemalige Torwart war dreimal verheiratet.
Seine erste Frau Margaret Friar begleitete ihn während seiner großen Zeit bei Manchester City. Gemeinsam hatten sie drei Söhne, mussten aber den tragischen Tod ihres ältesten Kindes verkraften. Die Ehe wurde 1972 geschieden.
Anschließend heiratete Trautmann Ursula von der Heyde. Diese zweite Ehe bestand bis 1982. Seine dritte Frau Marlis blieb bis zu seinem Tod im Jahr 2013 an seiner Seite und lebte mit ihm im spanischen Valencia.
Damit zeigt auch sein Privatleben viele der Brüche, die Trautmanns gesamte Biografie prägten: Krieg und Neuanfang, gesellschaftliche Ablehnung und Anerkennung, großer sportlicher Erfolg sowie schwere persönliche Verluste.
