Alles begann mit einer K.o.-Niederlage in Wimbledon. Danach landete Boris Becker mit einer Frau in der Besenkammer. Plötzlich war Angela Ermakova berühmt. Nun macht die Affäre von einst im Prozess in London von sich reden.
Boris Beckers Affäre im Jahr 1999 beherrschte wochenlang die Schlagzeilen. Der damals gefeierte Tennisstar hatte kurz nach seiner knappen Wimbledon-Niederlage in London Sex mit einem Model. Der Mythos der Besenkammer war geboren, denn aus der Affäre zwischen Becker und Angela Ermakova ging ein Kind hervor. Heute ist ihre Tochter Anna 22 Jahre alt und arbeitet wie ihre Mutter als Model.
Dass Boris Becker seine damalige Frau Barbara Becker betrogen hat, ist mehr als 20 Jahre später kein Thema mehr. Dass die Tennislegende heute die Scherben ihrer Karriere aufräumen muss, ist umso wichtiger. Denn im Prozess um seine Aussagen im Insolvenzverfahren, der 24 Anklagepunkte umfasste, wurde er in vier Fällen schuldig gesprochen – mehr dazu lesen Sie hier. Am 29. April soll der Londoner South Crown Court verkünden, ob Becker ins Gefängnis muss oder auf Bewährung davonkommt.
Ausgerechnet jetzt macht seine Affäre über ihn, den Prozess und vor allem: über seine Geldprobleme Schlagzeilen. Angela Ermakova gab der „Bild“-Zeitung ein Interview. Darin zeigt sie unter anderem „Mitgefühl“ für Boris Becker und erklärt: „Es ist sehr traurig, dass seine ruhmreiche Karriere einen so herben Einbruch erleiden musste.“ Sie wisse auch sehr gut, „wie es ist, öffentlich gedemütigt zu werden“. Die gebürtige Russin urteilte, es sei eine „sehr harte Strafe“ gewesen.
„Er kam 2015 zu mir, um sich Geld zu leihen“
Sie habe ihm sogar während des Prozesses geholfen, verrät die 54-Jährige. „Ich habe getan, was ich konnte, um die Angelegenheit mit der sogenannten Luxuswohnung, die ihm nie gehörte, zu klären, und ich freue mich, dass er in diesen Anklagepunkten für nicht schuldig befunden wurde.“
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Richtig spannend wird es aber erst, als Angela Ermakova von einer Episode aus dem Jahr 2015 erzählt. Damals, so ihre Schilderung, sei Boris Becker auf sie zugekommen, weil er Geld brauchte. „Er kam 2015 und seitdem mehrmals zu mir, um mir Geld zu leihen, das er mir zurückzahlen wollte“, sagt sie und fügt hinzu: „Er wollte unsere Wohnung als Sicherheit verwenden, aber das musste ich natürlich ablehnen.“ Nun hoffe sie nur das Beste für Becker – und dass er mit etwas Glück nur eine Bewährungsstrafe bekommt.
